Lebensfest werden


Der Begriff „lebensfest” steht für eine Lebenseinstellung: die Fähigkeit, das Leben trotz seiner Stürme auf einem sicheren Fundament aufzubauen, Krisen standzuhalten und gleichzeitig die Fülle des Daseins zu bejahen.

Die lebensfest.ch GmbH hat ihren Sitz direkt am Hugenotten- und Waldenserweg (Route 12bis Neuchâtel – Büren an der Aare, 50.8 km) im altehrwürdigen Dr. Schneiderhaus von 1669 in Meienried. Sowohl die Hugenotten als auch die Waldenser wurden aufgrund ihres Glaubens verfolgt, da sie die Bibel als kostbaren, unaufgebbaren Schatz betrachteten. Trotz ihrer Flucht waren sie prägend für unsere Region. Aus diesem Grund haben auch wir in die Bibel geschaut und vier bewegende Punkte zum Begriff „Lebensfestigkeit“ gefunden.

1. Das Fundament: Festigkeit durch Vertrauen

Lebensfest zu sein bedeutet in der Bibel nicht, aus eigener Kraft unbesiegbar zu sein, sondern auf dem richtigen Untergrund zu stehen.

  • Matthäus 7, 24–25: „Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stiessen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.“
  • Psalm 18, 3: „Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter; mein Gott ist mein Hort, auf den ich traue.“

2. Die Resilienz: Wie ein Baum am Wasser

Ein schönes Bild für Lebensfestigkeit ist der Baum, der tief verwurzelt ist. Er biegt sich im Sturm, aber er bricht nicht, weil er eine Quelle hat.

  • Jeremia 17, 7–8: „Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt […]. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringt ohne Aufhören Frucht.“
  • Psalm 1, 3: Das Bild des Baumes, der „seine Frucht bringt zu seiner Zeit“, beschreibt eine organische, gesunde Festigkeit.

3. Die innere Haltung: Getrost und unverzagt

Lebensfestigkeit zeigt sich in der psychischen Widerstandskraft, die aus dem Glauben erwächst.

  • Josua 1, 9: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
  • 2. Timotheus 1, 7: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

4. Das „Trotzdem“: Festigkeit in der Schwachheit

Biblische Lebensfestigkeit ist kein „Positives Denken“, das Leid ignoriert. Sie ist eine Festigkeit, die das Schwere integriert.

  • 2. Korinther 4, 8–9: „Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.“
  • Habakuk 3, 17–18: Selbst wenn die Ernte ausfällt und die Ställe leer sind (die totale Krise), sagt der Prophet: „Aber ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.“

Fazit: Im biblischen Sinne ist man dann lebensfest, wenn man nicht mehr versucht, das Leben festzuhalten, sondern sich von Gott halten zu lassen. Es ist eine paradoxe Festigkeit: Man ist fest, weil man nachgiebig und demütig vor Gott ist. In dieser Haltung wollen wir unsere Arbeit tun.

„Du bist meine Stärke, an dich will ich mich klammern. Du gibst mir Schutz wie eine sichere Burg.“ (Psalm 59, 10)

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